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Fortbildung zum (zertifizierten und lizenzierten)
Fairness-Coach & Fairness-Trainer

Ansatz

Der Fairness-Fokus der Fairness-Stiftung sowie die damit verbundenen Modelle, Methoden, Begriffe, Inhalte und Strategien haben sich als wichtige und produktive Elemente in Coaching- und Trainingsprozessen besonders im Blick auf Persönlichkeiten erwiesen, die in Unternehmen und Organisationen Personal- und Organisationsverantwortung tragen.

Durch die Erweiterung von Fairness-Kompetenz innerhalb der Führungskompetenz kann in Coaching- und Trainingsprozessen eine besondere Nachhaltigkeit im Führungshandeln und in der Organisationssteuerung erreicht werden, die den Führungserfolg deutlich steigert. Das zeigen auch empirische Forschungen und Befunde, wie sie 2006 auf dem Internationalen Fairness-Forum der Fairness-Stiftung durch Nobelpreisträger Prof. Dr. Reinhard Selten (Wirtschaftswissenschaften), durch Prof. Dr. Dieter Frey (Wirtschafts- und Sozialpsychologie) und Prof. Dr. Gerald Hüther (Neurobiologe und Gehirnforscher) vorgestellt wurden.

Durch die Praxis von Fairness-Kompetenz erreichen Führungskräfte eine natürliche Autorität, mit der auch in kritischen Momenten zugleich lösungsorientierte Entscheidungsprozesse realisiert werden und Commitment ermöglicht wird. Die Steigerung der Fairness-Kompetenz von Führungskräften und Mitarbeitern erhöht

  • nachweislich die Kooperationsleistung,
  • den Erfolg in Konflikt- und Krisenbewältigungsprozessen,
  • die Remotivation der Mitarbeiter und erhält die intrinsische Motivation auf hohem Niveau,
  • die Kreativität und Innovationsfähigkeit,
  • die Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft, Herausforderungen anzupacken

Dadurch werden in erheblichem Maße betriebswirtschaftliche Kosten reduziert, Kooperation als Wertschöpfungsquelle freigesetzt, Präventionsfaktoren gegen korruptive und unfaire Praktiken etabliert und das für wirtschaftlichen Erfolg unerlässliche Vertrauen gefördert.

Tätigkeitsprofil Der Fairness-Coach
  • steht von unfairen Attacken betroffenen Führungskräften zur persönlichen Beratung zur Verfügung,
  • begleitet und berät Führungskräfte, die unfaire Attacken auf und durch Mitarbeiter stoppen, bewältigen und ihnen künftig vorbeugen wollen,
  • führt Führungskräfte zur Steigerung persönlicher Fairness-Kompetenz im Sinne einer Führungskompetenz,
  • stimuliert und fundiert die vorhandenen Elemente einer Fairness-Kompetenz zur Fairness-Professionalität,
  • berät und begleitet Führungskräfte bei der Entwicklung einer faireren Unternehmens- und Organisationskultur.

Der Fairness-Trainer

  • organisiert und realisiert Konflikt- und Vermittlungsmanagement mit allen Betroffenen in verfahrenen Situation mit dem Ziel einer fairen Lösung,
  • trainiert Führungskräfte, Mitarbeiter, Teams und Gruppen nach bewältigter Unfairness in präventiver Intention in Bezug auf Unfairnessabwehr, -erkennung sowie Fairnessstabilisierung und -entwicklung,
  • vermittelt in Seminaren und Workshops Bausteine der Fairness-Kompetenz an Führungskräfte, Entscheider und Selbständige,
  • betreibt die Umsetzung eines mit den zuständigen Führungskräften beschlossenen Konzepts zur Entwicklung einer faireren Unternehmens- bzw. Organisationskultur durch unterschiedliche Trainingsmaßnahmen..

Persönlichkeit

 

Zur Persönlichkeit eines Fairness-Coach & -Trainers gehört unbedingt persönliche Integrität. Sie zeigt sich im Einzelnen durch

  • die Reflexion eigener Haltungen und Handlungen, eigener Verhaltensmuster und Gewohnheiten vor dem Hintergrund ethischer Werte,
  • die Bereitschaft, aus Kritik und Feedback zu lernen
  • die Fähigkeit, im Zweifelsfall gegen moralische Vorstellungen zu opponieren, um ethischen Werten treu bleiben zu können,
  • eine grundsätzliche, wohlwollende Offenheit gegenüber Menschen,
  • Kontaktbereitschaft und
  • Ressourcen für ein Engagement in einem bestimmten Rahmen.

Voraussetzungen

Die Teilnahme an der Fortbildung ist an Voraussetzungen geknüpft, die sicherstellen sollen, dass die Teilnehmer bereits eine solide Coaching- bzw. Trainingsausbildung und –erfahrung mitbringen. Die Fortbildung zum zertifizierten und lizenzierten Fairness-Coach und –Trainer baut darauf auf, spezifiziert, qualifiziert und fokussiert Coaching und Training besonders im Blick auf Fairness-Kompetenz und fairere Führungskultur.

Eine der folgenden formalen Voraussetzungen muss mindestens erfüllt sein:

  • mehrjährige Berufserfahrung als Trainer, Coach oder Mediator im Umgang mit Führungskräften
    alternativ:
  • mehrjährige Tätigkeit als Führungskraft der mittleren Ebene

alternativ:

  • akademischer Abschluss in Pädagogik (Schwerpunkt: Erwachsenenbildung o. Wirtschaftspädagogik) und mehrjährige pädagogische Berufserfahrung in der Beratung, Fort- und Weiterbildung von Führungskräften und Gruppen.

Zusätzlich wünschenswert:

  • Fortbildung in Methoden der Einzelberatung bzw. des Trainings.

ür die Tätigkeit als Fairness-Coach & -Trainer sind innere Freiheit, Integrität, Glaubwürdigkeit, Courage und eine Faszination durch die Idee und Ethik der Fairness unerlässlich. Dazu gehört auch die Bereitschaft, sich selbstkritisch, aktiv und achtsam in die Fortbildung einzubringen.

Kontext

Die Fairness-Stiftung ist eine unabhängige, weltanschaulich neutrale, ethisch orientierte Stiftung, die faires Handeln und Verhalten in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur fördert. Ein Schwerpunkt ist die bundesweite Beratung von Führungskräften und Selbständigen, von Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen, um Unfairness zu überwinden und in ihnen eine faire Kultur zu etablieren.

Fairness-Kompetenz und fairere Organisationskultur sind nicht nur eine Frage theoretischer Erkenntnisse und Einsichten, sondern maßgeblich eine Frage der praktischen Umsetzung von Erkenntnissen und Einsichten. Fair sein wollen viele oder schreiben sich zu, fair zu sein. Dabei kommen auch viele Führungskräfte und Berater nicht über laienhafte Fairnessvorstellungen hinaus. Doch maßgeblich in professionellen Kontexten ist eine Fairness-Professionalität, die in der Lage ist, anspruchsvolle Situationen und Prozesse fair und erfolgreich zu gleich zu gestalten. Sie wird vornehmlich durch aktivierende Fortbildungsmaßnahmen, praktische Erfahrungen in Seminaren, durch Organisationsentwicklungsprozesse und durch Beratung mit Trainingselementen erschlossen und vermittelt. Daher akzentuiert der Titel Fairness-Coach / Fairness-Trainer den notwendigen praktischen Aspekt einer die Fairness vorantreibenden und die Unfairness bewältigenden professionellen Tätigkeit im Blick auf Führungskräfte und Teams.

Fairness-Coach & -Trainer werden ausschließlich durch die Fairness-Stiftung ausgebildet. Nur auf Grund dieser Fortbildung wird die Berechtigung erworben, die Ansätze, Theoreme, Methoden, Informationen und Fachbegriffe der Fairness-Stiftung unter Benennung der Quelle für die eigene Arbeit zu nutzen.

Nach der Fortbildung kann durch jährliche Gebühr eine Lizenz erworben werden, die dazu berechtigt, die Ansätze, Materialien und Methoden, das passwortgeschützten Bereich sowie verschiedene Veranstaltungen und Supports der Fairness-Stiftung im Fairness-Experten-Netzwerk zu nutzen. Damit wird eine ständige Weiterentwicklung der Kompetenz der Fairness-Coaches und –Trainer unterstützt und ein Austausch innerhalb eines Netzwerkes ermöglicht.. Die Lizenz erlischt, wenn Fairness-Coaches & -Trainer nicht auf der Basis der Fairness-Charta und der Ansätze der Fairness-Stiftung praktizieren und der Fairnessidee der Fairness-Stiftung widersprechende Tätigkeiten ausüben. Im Zweifelsfall entscheidet ein Ausschuss mit je einem Vertreter aus Kuratorium, Direktorium und der lizenzierten Fairness-Coaches und –Trainer. Der Ausschuss wird im Fall des Falles gebildet; die Fairnessprofis wählen ihren Vertreter selbst.

Die Fortbildung findet im Kontext des Fairness-Experten-Netzwerkes der Fairness-Stiftung statt, die alle umfasst, die engagiert an der Fairness-Theorie arbeiten und die Fairness-Praxis voran bringen wollen. Während der Fortbildung wird den Kandidaten der Zugang zum passwortgeschützten Bereich ermöglicht.

Prozess und Module

Die Fortbildung dauert formal 2 Jahre und umfasst folgende Elemente:

Orientierungsseminar

  • persönliche Eignung und Motivation überprüfen
  • Grundansatz der Fairness-Stiftung kennen lernen
  • Elemente der Fairness-Theorie und -Ethik
  • Perspektiven des Fairness-Coachings und -Trainings

Schwerpunktseminar I

  • Diagnoseinstrumente zur Identifikation von Unfairness
  • Analyse von Unfairnessbedingungen und Fairnesspotentialen
  • Kontexte und Inhalte von Fairness-Coaching und -Training
  • Rolle und Selbstverständnis von Fairness-Coaches und -Trainern

Schwerpunktseminar II

  • Machtfragen sind Fairnessfragen
  • Machtspiele und Fairnessrisiken
  • Mikropolitik signalisiert Fairnessbedarf
  • Auftragsklärung

Schwerpunktseminar III

  • Einsatzklärung von Fairness-Coaching und -Training
  • Fairness-Kompetenz als Teamkompetenz
  • Fairness als Generator von Kooperation und Vertrauen
  • Faire Führungskultur

Projektarbeit

  • Konzipierung, Akquise, Durchführung und Ergebnissicherung eines konkreten Projekts im Feld Fairness-Coaching bzw. Fairness-Training
  • Supervision des Projekts
  • Abschlussarbeit zum Projekt

Regionalgruppe

  • regional wird mit anderen Fairness-Coaches/-Trainern eine Gruppe für kollegiales Gespräch, Studium und Feedback gebildet und durchgeführt

Einzelarbeit

  • Studium einschlägiger Fachartikel, Materialien und Bücher
  • schriftliche Auseinandersetzung mit Thesen und Erfahrungen
  • Supervision

Jahrestreffen

  • Verleihung des Zertifikats und der Lizenz
  • Vertiefung

Internationales Fairness-Forum

Zeit und Ort

Die zweijährige Fortbildung umfasst ca. 200 Stunden, die in unterschiedlichen Arbeitseinheiten realisiert werden.

Die 4 Blockseminare (inkl. Orientierungsseminar) finden jeweils von Freitag 14 Uhr bis Samstag 17 Uhr in Frankfurt am Main im Seminarraum der Fairness-Stiftung mit max. 10 Teilnehmern statt. Auf Wunsch gibt die Fairness-Stiftung Hinweise auf eine Unterkunft in nahe gelegenen Pensionen bzw. Hotels.

Projektarbeit und Regionalgruppe finden nach eigenem Ermessen in der Region des Teilnehmers / der Teilnehmerin statt.

Teilnahmeentscheidung

Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme an der Fortbildung wird nach dem Orientierungsseminar von beiden Seiten getroffen. Insofern dient das Orientierungsseminar dem beiderseitigen Kennenlernen und der Prüfung, ob diese Fortbildung für den bzw. die Interessenten / Interessentin geeignet ist und ob der bzw. die Interessent/in die notwendigen Voraussetzungen für die Fortbildung mitbringt.

Mit der Teilnahme am Orientierungsseminar ist noch keine verbindliche Teilnahmezusage an der gesamten Fortbildung verbunden.

Perspektive und Netzwerk

Die Fortbildung hat einen formalen Rahmen und geht gleichzeitig darüber hinaus. Denn die eigene Fairness-Kompetenz entwickeln und für ihre Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft eintreten, ist ein prinzipiell nicht abschließbarer Prozess. Die Weiterentwicklung der eigenen Fairness-Kompetenz als Coach und Trainer bedarf der Begegnung und des Austausches von professionellen Kollegen und eines Netzwerkes, das das eigene Standing zu unterstützen vermag. Daher geht die Fortbildung in die Zugehörigkeit und Kooperation im Netzwerk der Fairness-Stiftung über. Innerhalb des Netzwerkes bilden die lizenzierten Coaches und Trainer eine eigene Arbeitsgemeinschaft, das Fairness-Experten-Netzwerk auf der Basis der Fairness-Charta. Dadurch soll auch der Vereinzelung in der professionellen Fairnessarbeit vorgebeugt, eine Vernetzung ermöglicht und Potential für gemeinsame Weiterentwicklung geschaffen werden. Deshalb ist die Fortdauer der Lizenz an die Zugehörigkeit zum Fairness-Experten-Netzwerk gebunden. Das Zertifikat als Beleg der erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse behält seine Gültigkeit.

Qualitätsaspekte des Fairness-Experten-Netzwerkes sind:

  • Jahrestreffen der Kollegen zu einem Schwerpunktthema
  • Internationales Fairness-Forum
  • Weiterentwicklung und Austausch von Materialien und Methoden im Fairness-Coaching und -Training
  • Supervision
  • Zugang zu durch Passwort geschützten Internetbereichen
  • Empfehlung durch die Fairness-Stiftung und durch Kollegen
  • Link auf der und auf die Homepage der Fairness-Stiftung
  • Kooperation mit Kollegen bei größeren Aufträgen
  • Bezug der Fachzeitschrift „FairnessREPORT“

Das Fairness-Experten-Netzwerk basiert auf der Fairness-Charta.

Dozenten

Dr. Norbert Copray, Dipl.-Päd. Jutta Schmidt M.A

Gebühren und Leistungen

Zur Fortbildung und Lizenz Fairness-Coach & -Trainer gehören:

  • 4 Seminare
  • Regionalgruppe
  • Projektarbeit
  • Einzelarbeit
  • Jahrestreffen
  • Lizenzierung als Fairness-Coach & - Trainer
  • Zugehörigkeit zum Fairness-Netzwerk
  • Einzelgespräche
  • Supervision
  • Persönliche Begleitung
  • Int. Fairness-Forum
  • Fairness-Report
  • VIP-Websites der Fairness-Stiftung
  • Linkempfehlung

Die Gebühr für das Orientierungsseminar beträgt 447 €. Fällt danach die Entscheidung für die Teilnahme an der gesamten Fortbildung bis zum Zertifikat, dann wird monatlich eine Gebühr von 210 € während der 2jährigen Fortbildung fällig; bei jährlicher Zahlung gibt es 5 %, bei Zahlung der Gesamtgebühr 10% Ermäßigung. Alle Gebühren verstehen sich zzgl. 7 % Mehrwertsteuer.

Während der Fortbildung sind Unterkunftskosten selbst zu tragen. Bei Veranstaltungen in den Räumen der Fairness-Stiftung ist die Verpflegung in der Gebühr enthalten!

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