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01.03.2016 11:52
Sind Mitgefühl und Kooperation der neue Trend?  

Der Egoismus hat ausgedient. Nicht flächendeckend, nicht international, nicht national, nicht individuell. Aber er hat seinen Höhepunkt und vor allem seine maximale Überzeugungskraft erreicht. Jetzt kommt der Kipp-Punkt. Die destruktiven Folgen des staatlichen, wirtschaftlichen und persönlichen Egoismus sind nicht nur zu erkennen, sondern auch zu spüren: weltweite Fluchtbewegungen, desaströse Klimawandeleffekte, extreme Vermögenssteigerung bei Reichen und verbreitete Verarmung der Armen, Missachtung und Herabwürdigung von Bedürftigen und Abgehängten. Ist gegen den Egoismus und seine Auswirkungen kein Kraut gewachsen, weil er zur menschlichen Natur gehört?

„Immer mehr Wissenschaftler stellen die pessimistische Sichtweise der menschlichen Natur infrage. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher haben herausgefunden, dass Altruismus und die Fähigkeit zur Kooperation durchaus grundlegende, angeborene Wesenszüge des Menschen sind“, schreibt der TV-Sender Arte in seiner Ankündigung einer Dokumentation. Sie läuft unter dem Titel „Die Revolution der Selbstlosen“ in der Mediathek von Arte und am Freitag, den 4.3., um 9:55 Uhr, 91 Minuten auf Arte.de (z.B. zum Aufzeichnen).

Die Arte-Redaktion stellt dazu fest: „Selbstbezogenheit, Materialismus und Geldgier beherrschen unsere moderne Gesellschaft. Aber gehört es nicht vielleicht doch zur menschlichen Natur, selbstlos zu sein, also uneigennützig im Interesse von anderen zu handeln? Seit rund 20 Jahren widerlegen Forschungsergebnisse - wie etwa die des Katastrophenforschungszentrums von Delaware - die These von einem universellen Egoismus. Psychologen, Neurowissenschaftler und Primatenforscher fanden heraus, dass sogenanntes prosoziales Verhalten wie Mitgefühl, Altruismus, Hilfsbereitschaft und die Fähigkeit zur Kooperation zu den fundamentalen Eigenschaften des Menschen zählen.

Sylvie Gilman und Thierry de Lestrade haben Wissenschaftler bei ihren Forschungsarbeiten begleitet: Ausgangspunkt sind entwicklungspsychologische Studien, die bereits im Babyalter ansetzen und das Bild eines Menschen zeigen, der hochgradig kooperativ ist: Nach Studien der Universität Yale verfügen Babys bereits in den ersten Lebensmonaten über ein moralisches Urteilsvermögen, eine Art Gerechtigkeitssinn und zeigen spontan altruistische Verhaltensweisen.

Angesichts der weltweiten Herausforderungen, die nach radikalen Veränderungen rufen, stellt sich die Frage, ob und wie diese positiven Charaktereigenschaften des Menschen gefördert werden können. Könnte man Selbstlosigkeit womöglich sogar üben? Unermüdlicher Botschafter dieser Überlegung ist der studierte Molekularbiologe Matthieu Ricard. Der buddhistische Mönch studiert mit Hirnforschern die Wirkung von Meditation auf das Gehirn - mit Erfolg. Zahlreiche Experimente zum Geistestraining weisen nach, dass die individuelle Wandlung möglich ist. Meditationsübungen an Schulen in Problemvierteln zeigen bereits überraschende Erfolge im Sozialverhalten und im Kampf gegen Aggressionen. Längerfristig besteht das Ziel darin, eine breitere Bewegung auch über den Bildungs- oder Gesundheitssektor hinaus anzustoßen.

Manche Ökonomen setzen große Hoffnungen in die Wandlungsfähigkeit unserer Gesellschaft. So haben sich Wirtschaftsexperten auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein neues Thema auf die Fahne geschrieben: Achtsamkeit. Seinen Geist der Güte zu öffnen und sich in humanitären Projekten zu engagieren, ist aus ihrer Sicht eine Win-win-Situation, die auch für die moderne Wirtschaft keine Utopie bleiben soll“.

"Die Arte-Sendung zum Thema"

"Das Arte-Dossier zum Thema"

"Das Buch 'Fairness' zum Thema mit Grundlagen, Analysen und Anwendungshinweisen"

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