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Pressemitteilung
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Frankfurt, 01.12.2001

Unfaires Handeln kostet die Wirtschaft 180 Milliarden pro Jahr

Intrigen gegen Kollegen im Top-Management, Rufmordkampagnen gegen Wettbewerber, üble Nachrede gegen Selbständige und Freiberufler: Mit bis zu 180 Milliarden Mark schlagen die volkswirtschaftlichen Schäden solch unfairer Aktionen jährlich zu Buche, berichtet die Fairness-Stiftung in Frankfurt. Die Folgen des gegenseitigen Stühlesägens auf der Chefetage beinhalten die von den Krankenkassen zu tragenden Behandlungskosten und die Kosten von Frühverrentungen, verursacht durch Berufsunfähigkeit.

In Einzelfällen kann die unfaire Attacke gegen eine Führungskraft die Firma zwischen 30.000 und mehr als einer Million Mark kosten, je nach Gehalt des Betroffenen und der Dauer seines krankheitsbedingten Ausfalls. Der betriebswirtschaftliche Schaden für Unternehmen summiert sich damit auf bis zu 100 Milliarden Mark pro Jahr. Mit Fairnessbewusstsein und Fairness-Kompetenz könnte die Wirtschaft deutliche Sparpotentiale nutzen, so Dr. Norbert Copray, Direktor der Fairness-Stiftung.

Seit die Stiftung am 1.10.2000 mit ihrem Beratungsangebot für Führungskräfte, Selbständige, Ehrenamtliche und Unternehmen online ging (www.fairness-stiftung.de), hat sie über 1300 einzelne Personen mit Führungsverantwortung und Organisationen bei der Abwehr unfairer Attacken beraten. Monatlich melden sich über 100 Anrufer bzw. E-Mail-Absender, die von Rufmord gegen ihre Person berichten (40 Prozent), von Intrigen und Schikanen (30 Prozent) und von einmaligen Psychoattacken (10 Prozent). Drei Viertel aller Anrufer sind Einzelpersonen: Angestellte Manager, Geschäftsinhaber, Leitende Ehrenamtliche oder Freiberufler. Ein Viertel sind Unternehmen, gegen die Rufmordkampagnen von Unbekannt initiiert werden. Ziel solcher Kampagnen sei es meist, so Copray, die Konkurrenz auszuschalten oder von eigenen Mängeln abzulenken.

Einzelpersonen, die bei der Stiftung um Beratung und um ärztliche oder juristische Begleitung anfragen, kommen zu je 15 Prozent aus den Branchen Finanzdienstleistungen, Handel und Öffentlicher Dienst. Elf Prozent arbeiten in der Industrie, acht Prozent in Kirchen und sozialen Einrichtungen. Auch ehrenamtliche Führungskräfte in Verbänden und sozialen Organisationen sind betroffen. Deren Anteil an den Anrufenden und E-Mailabsendern beträgt 25 Prozent.

Unter der Freecallnummer 0800-Rufmord sind die Berater der Fairness-Stiftung täglich ab 17 Uhr telefonisch zu erreichen. Die Beratung findet auf Wunsch anonym statt, denn Führungskräfte haben einen hohen Bedarf an Schutz und Diskretion. Eine erste Orientierung und vor allem erste Hilfe bietet die Internetseite der Stiftung - Betroffene können sich auch per Mail an die Berater wenden - die durchschnittlich mehr als 85.000 mal im Monat aufgerufen wird. Die gemeinnützige Stiftung arbeitet unentgeltlich. Ihre Mittel kommen aus öffentlichen Organisationen und aus der freien Wirtschaft, so beispielsweise von der Novartis-Stiftung, der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, dem Niederrheinischen Studieninstitut, der Brandkasse Aurich. Hauptsponsor ist die VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG. Insgesamt wird die Fairness-Stiftung in 2001 rund 850.000 Mark für ihre gemeinnützige Arbeit aufwenden.

Im kommenden Jahr will die Fairness-Stiftung die Beratungsleistungen weiter ausbauen, den ehrenamtlichen Fairness-Berater in der Region etablieren, das Fairness-Audit für Organisationen entwickeln und ihre Bildungsarbeit fortentwickeln.

Mehr Info unter der Homepage: www.fairness-stiftung.de

Fairness-Stiftung GmbH
Langer Weg 18
60489 Frankfurt am Main

Telefon: 069-789881-44
Telefax: 069-789881-51
Email: presse@fairness-stiftung.de

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