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Urteile

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Aus der Urteilsübersicht:

Grobe Beleidigung von Kunden führt zur Kündigung

Vor dem Nürnberger Arbeitsgericht klagte eine Verkäuferin gegen ihre fristlose Kündigung. Der Kündigung voraus gegangen war ein Wortwechsel zwischen der Klägerin und einer Kundin, in dem die Kundin ankündigte, sich bei der Geschäftsleitung zu beschweren. Daraufhin drohte die Klägerin dieser verbal und körperlich mit den Worten, ihr „eine aufs Maul zu hauen“. Diese Äußerung rechtfertigte sie vor Gericht mit der Aussage, dass sie sich beleidigt und provoziert gefühlt habe.

In ihrem Urteil kamen die Richter zum Schluss, dass die Äußerung der Kundin weder eine Beleidigung noch eine Provokation der Klägerin darstellt. Sie betonten, dass es sich, soweit sich die Kundin unangemessen behandelt gefühlt hat, um eine „richtige und sozial adäquate Handlungsweise“ handelt. Weiterhin bestätigten die Richter die fristlose Kündigung durch die Beklagte und unterstrichen deren Kündigungsgründe.

Diese begründete ihre Entscheidung damit, dass sich die Klägerin gegenüber der Kundin in „unerträglicher Weise ungebührlich und damit geschäftsschädigend verhalten“ habe. So sei damit zu rechnen, dass die Kundin mit großer Wahrscheinlichkeit selbst nicht mehr das Geschäft betreten werde und außerdem im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis vom Vorfall berichten werde.

Des Weiteren stellten die Richter fest, dass die grobe Beleidigung der Klägerin einen schweren Vertragsbruch darstellt, welcher eine vorherige Mahnung entbehrlich macht.

Eine ordentliche Kündigung und damit eine Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ende der Kündigungsfrist wäre für die Beklagte unzumutbar gewesen.

Das gesamte Urteilsdokument ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.arbg.bayern.de/imperia/md/content/stmas/lag/nuernberg...

12 Ca 2365/00



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