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Fairness-Initiativpreis 2010
Fairness Initiativ Award

Erstmalig vergab die Fairness-Stiftung anlässlich ihres 10jährigen Bestehens durch ihr Kuratorium und Direktorium den Fairness-Initiativpreis am 30.10.2010 in Frankfurt am Main vor über 300 Gästen. Der Fairness-Initiativpreis 2010 wurde der drei Organisationen zugesprochen beziehungsweise den Vertretern des Portals abgeordnetenwatch.de, des Vereins foodwatch und des Vereins Irrsinnig Menschlich im Rahmen einer Feierstunde überreicht.

Fairness-Initiativpreis 2010
v.r.n.l.: Fr. Haas, Prof. Dr. Dr. Richter, Dr. Richter-Werling, Hr. Göller, Dr. Kallinke, Dr. Bode, Dr. Mark-Schmid-Neuhaus, Fr. Jakob-Engelken, Hr. Hackmack, Hr. Hekele, Dr. Nikel, Prof. Dr. Fehr, Prof. Dr. Singer, Prof. Dr. Brodbeck


Dr. Norbert CoprayDr. Norbert Copray, geschäftsführender Direktor der Fairness-Stiftung, begrüßte die Festversammlung und sagte unter anderem: „Wir freuen uns, dass die Vertreter von abgeordnetenwatch, Herr Hackmack und Herr Hekele, von foodwatch, Herr Dr. Bode, und von Irrsinnig menschlich, Frau Dr. Richter-Werling und Herr Göller, heute hier sind, um den Fairness-Initiativpreis entgegen zu nehmen.

Die Fairness-Initiativpreise 2010, die wir gleich an die Vertreter der Initiativen überreichen werden, dokumentieren wie auch die 10jährige Arbeit der Fairness-Stiftung: bei diesem Thema geht es um das Bohren sehr dicker Bretter und bisweilen sogar um den Kampf mit ziemlich großen Phrasen, die gern über die Bürger, die Gesellschaft, die Verbraucher ausgeschüttet werden, ohne dass ihnen die Praxis entsprechen würde. Das betrifft das, was wir Demokratie nennen und stets beschworen wird, aber unzureichend, wenn überhaupt, weiterentwickelt und ernst genommen wird. Das betrifft den vermeintlichen Verbraucherschutz, der zwar viel im Munde geführt wird, aber im Zweifelsfall zu Gunsten einer ganzen Branche und ihrer Lobby ausgelegt wird. Das betrifft die Gleichheit und Würde der Menschen, das Lamento über die Belastung der heutigen Menschen, der aber in unserer gesellschaftlichen Anerkennungsritualen und in der Arbeitswelt nicht wirklich angemessen entsprochen wird. Der Fairness-Initiativpreis geht an drei exemplarische Organisationen, die sich um unser Gemeinwesen und seine Fairness-Qualität verdient machen“.

Irene Thiele-MühlhanFrau Rechtsanwältin Irene Thiele-Mühlhan, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Fairness-Stiftung“ erläuterte die Bedeutung des Fairness-Initiativpreises: „Den Fairness-Initiativpreis vergeben das Kuratorium und das Direktorium der Fairness-Stiftung zum ersten Mal aus Anlass des 10jährigen Bestehens der Fairness-Stiftung und dies an drei Organisationen. Wir erwägen, diesen Fairness-Initiativpreis künftig jährlich zu vergeben, soweit uns andere Organisationen ebenso preiswürdig erscheinen wie die drei für die Preisverleihung in diesem Jahr ausgewählten.

Mit dem Fairness-Initiativpreis werden Organisationen oder Gruppen des 21. Jahrhunderts ausgezeichnet, die entschlossen, tatkräftig und wirksam in ausgesuchten Themenfeldern Fairness-Praxis initiieren und fördern. Durch die Auszeichnung der Arbeit dieser Organisationen soll die Fairness-Qualität in den für den Einzelnen wie für die Gesellschaft relevanten Anwendungsbereichen angeregt, gesteigert und weiterentwickelt werden. Dass dabei auch praktizierte Unfairness zur Sprache gebracht wird, ist selbstverständlich und unvermeidlich. Dies geschieht jedoch in der Absicht, durch Aufklärung, Kritik und konstruktive Perspektiven Fairness in konkreten und speziellen Anwendungsfällen zu thematisieren und mehr als bisher in Gang zu setzen. Zur Fairness gehören dabei, wie die Fairness-Charta feststellt:

  1. Rücksichtnahme und Respekt gegenüber den Belangen und den Bedürfnissen von Mensch und Natur,
  2. Transparenz und Verständlichkeit von gesellschaftlich relevanten Entscheidungen und Handlungen, von Produkten und Dienstleistungen,
  3. aktive Toleranz in bezug auf kulturelle und soziale Eigenarten, sofern sie nicht die eigene oder fremde Würde herabsetzen und Intoleranz zulassen,
  4. lebens- und demokratiefördernder Umgang mit Menschen durch Organisationen und Medien sowie schließlich
  5. die soziale, kulturelle, ökologische und personelle Verträglichkeit von Vorgehensweisen, Strukturen und Regeln.

In diesem Sinne werden heute drei Organisationen mit dem Fairness-Initiativpreis 2010 für ihr exemplarisches Handeln ausgezeichnet.“

Anschließend stellte Dr. Copray die Organisationen und ihre Vertreter vor.

AbgeordnetenwatchAbgeordnetenwatch ist ein Portal, das den direkten Bürgerdialog zwischen Bundestags-, Landtags- und Europaparlamentsabgeordneten ermöglicht.

Die Gesamtkoordinatoren sind Gregor Hackmack und Boris Hekele, die auch den Preis entgegen nehmen. Die Begründung für die Preisvergabe durch die Fairness-Stiftung verlas Dr. Johannes Hans A. Nikel, der danach den Fairness-Initiativpreis 2010 überreichte. In seiner Dankesrede auch im Namen des gesamten Teams von abgeordnetenwatch sagte Boris Hekele unter anderem, dass der Fairness-Initiativpreis den Machern von abgeordnetenwatch viel bedeute, als öffentliche Anerkennung und als Bestärkung durch eine renommierte Organisation wie die Fairness-Stiftung vom abgeordnetenwatch-Team gesehen werde.

Dr. Johannes Hans A. Nikel Boris Hekele
Foodwatch e.V.Foodwatch e.V. ist eine Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, für Transparenz im Lebensmittelmarkt zu sorgen, für die Qualität von Lebensmitteln und für wahrhaftige Information der Verbraucher zu sorgen, damit diese mündig konsumieren können.

Gründer und Geschäftsführer von foodwatch ist Dr. Thilo Bode, vormals deutscher und internationaler Direktor von greenpeace, der den Fairness-Initiativpreis 2010 und die dazugehörige Urkunde aus der Hand von Kuratoriumsmitglied Dr.med. Mark Schmid-Neuhaus entgegen nahm. Dr. Bode unterstrich in seiner Dankesrede, dass das Team von foodwatch durch den Preis sehr angerührt sei, da die Arbeit von foodwatch für Verbraucherrechte ein politischer Streit sei, der in einer konfliktreichen Zone stattfinde, wo die Anfeindung zum Tagesgeschäft gehöre. In einer solchen Situation öffentliche Unterstützung von einer renommierten, anerkannten und ehrlichen Organisation wie der Fairness-Stiftung zu bekommen, sei für foodwatch lebenswichtig.

Dr.med. Mark Schmid-Neuhaus Dr. Bode
Irrsinnig Menschlich Irrsinnig Menschlich kämpft für Fairness gegenüber psychisch belasteten und erkrankten Menschen, gegen Diskriminierung und Stigmatisierung, für sachgerechte Information und Distanzabbau.

Der Verein wurde vertreten von der Geschäftsführerin Dr. Manuela-Werling und dem Projektleiter Göller. Die Urkunde verlas Kuratoriumsmitglied Dr.med. Dieter Kallinke und übergab anschließend den Fairness-Initiativpreis 2010. Frau Dr. Richter-Werling sagte in ihrer Dankesrede, dass das Team von Irrsinnig Menschlich sehr, sehr glücklich sei, weil dies der erste Preis sei, den der Verein für seine Arbeit erhalte. Das Team hätte schon den Verdacht gehabt, dass es keinen Preis gebe, weil die Menschen vor dem Thema Angst hätten, mit dem sich der Verein befasst. Denn das Thema psychische Behinderungen und Erkrankungen sei nach wie vor für die meisten mit Ängsten besetzt, so dass sehr viele darum einen Bogen machten. Um so wichtiger sei die Arbeit des Vereins, eben diese Ängste abzubauen durch Information, durch Engagement gegen Benachteiligung und für eine neue Beziehungsqualität zwischen den Menschen. Denn es könne jeden jederzeit treffen.

Dr.med. Dieter Kallinke Dr. Richter-Werling

In seinem Schlusswort bedankte sich Dr. Copray bei Gregor Hackmack und Boris Hekele von abgeordnetenwatch, bei Dr. Thilo Bode von foodwatch, bei Dr. Manuela Richter-Werling und Norbert Göller von Irrsinnig Menschlich für ihr Kommen und für ihre Arbeit. Der Preis solle sagen: Sehr gut gemacht und – weiter so!“


Helmut Graf, Verlag für die Deutsche WirtschaftDr. Copray bedankte sich auch beim Verlag für die Deutsche Wirtschaft, besonders bei seinem Alleinvorstand Herrn Helmut Graf, für das Sponsoring dieser Veranstaltung und vielfältige Unterstützung. Und bat angesichts zunehmender Aufgaben die Gäste, nach Möglichkeit mit freiwilligen Zuwendungen die Arbeit zu unterstützen.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Flötenspektakel.