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Deutscher Fairness Preis 2005
German Fairness Award 2005

an

Dr. Andreas Strüngmann
und
Dr. Thomas Strüngmann


Für ihre Verdienste für eine faire und transparente Unternehmens- und Führungskultur der von ihnen gegründeten und geführten Unternehmen bekamen die Zwillingsbrüder Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngmann den Deutschen Fairness Preis 2005 im feierlichen Rahmen in Frankfurt am Main am 29.10.2005 durch den Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck und den geschäftsführenden Direktor der Fairness-Stiftung Dr. Norbert Copray überreicht.

Deutscher Fairness Preis 2005 an die Zwillingsbrüder Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngman
v.l.n.r Dr. Norbert Copray, Direktor der Fairness-Stiftung, Dr. Thomas Strüngmann, Preisträger, Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Vorsitzender des Kuratoratiums, Dr. Andreas Strüngmann, Preisträger

 

Dr. Norbert Copray Nach dem Auftakt durch die Streicher der Neuen Philharmonie Frankfurt mit einem Allegro C-Dur von Joseph Haydn eröffnete Dr. Norbert Copray die feierliche Verleihung mit einer Begrüßungsrede. Darin führte er unter anderem aus: „Wer für die Verdienste um eine faire Unternehmens- und Führungskultur ausgezeichnet wird, bekommt es mit der Sorge zu tun, ob denn in der Vergangenheit alles immer perfekt fair zugegangen ist und ob in Zukunft diese Qualitätsmarke unternehmerischen Führungshandelns zu halten sein wird. Das ist durchaus auch eine Überlegung der Gebrüder Strüngmann. Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Fairness-Stiftung will nicht perfekte Menschen, keine perfekten Persönlichkeiten auszeichnen. Wir ehren keine fairnessperfekten, sondern fairnesskompetente Menschen. Zur Fairness-Kompetenz gehört für uns, dass Menschen, die Verantwortung tragen, in der Lage sind, Kritik an eventuell unfairem Handeln anzuhören, gegebenenfalls anzunehmen, ihre Einstellung zu überdenken und im konkreten Fall zu korrigieren. Eine faire Unternehmens- und Führungskultur ist eine offene Lernkultur, in der auch die Führenden für die Geführten ein Vorbild darin sind, Fehler im Verhalten, Fehlentscheidungen, suboptimale Fairness-Praxis zu erkennen und zu überwinden. Die Fairness-Stiftung ist davon überzeugt, dass die heutigen Preisträger dies nicht nur wollen, sondern auch können und auch in Zukunft weiterhin tun werden.“

Anschließend führte Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck in die Bedeutung des Deutschen Fairness Preises ein. Er wies darauf hin, dass der Preis sich auf aktuelles Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft beziehe und exemplarisch faire Führung von und in Unternehmen sowie die Entwicklung fairer Unternehmenskulturen auszeichne. Mit dem German Fairness Award wird besonders Best Practice gewürdigt, durch die Fairness in Unternehmen und Organisationen zur Geltung gebracht wird. Dabei soll sichtbar werden, dass Fairness in ökonomischen Prozessen möglich ist, dass ethische Orientierung und erfolgreiche Führung keine Gegensätze sind. Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck

Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck verlas die Preisurkunde, in der es unter anderem heißt: „Seit das Zwillingspaar Strüngmann die väterliche Firma Durachemie übernahm, zeugt ihr Führungshandeln von einer deutlichen Orientierung am Prinzip Fairness. Dem entspricht, dass das in der Nachfolge der 1979 übernommenen väterlichen Firma 1986 gegründete Generika-Unternehmen Hexal, aber auch andere Unternehmen wie die 1993 gegründete betapharm GmbH eine überzeugend und inspirierend faire und transparente Unternehmenskultur entwickelt haben. Mit über 7000 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro haben Dr. Andreas und Dr. Thomas Strüngmann bewiesen, dass Erfolg und Fairness keinen Widerspruch darstellen. Und mehr noch: Sie haben nachgewiesen, dass faires und vertrauensvolles Führungshandeln das Unternehmen und die Mitarbeiter beflügeln und zum Erfolgsfaktor werden kann.“

Peter Walter

Nach der Übergabe der von Dr. Johannes Nikel geschaffenen Preis-Medaille an die Preisträger hielt Peter Walter, Geschäftsführer der betapharm GmbH, die auch sehr von persönlichen Erfahrungen geprägte Laudatio. Darin charakterisierte er die Preisträger: „Diese Menschen führen sie mit Charisma. Sie muten ihnen auch viel zu, aber sie nehmen sie immer mit, zu immer neuen Ideen und neuen Projekten. ‚Wir machen auch Fehler’, sagte mir Dr. Thomas einmal, ‚aber so lange das Ergebnis positiv ist, sind wir zufrieden.’ Dieser Tatendrang wirkt manchmal spielerisch, aber nicht im Sinne von unengagiert, sondern sie sind immer höchst präsent, risikobereit und großzügig. Es ist dieses „Wer-wagt-gewinnt-Spiel“, Probleme werden immer als Chance gesehen und: Sie wollen das Spiel gewinnen, der Erste sein. Sie treiben Dinge voran, sind spontan, scharfe Denker und entscheiden schnell. Kritische Situationen werden sofort geklärt. Das reinigt die Luft und Mobbing hat im Umkreis der Brüder Strüngmann keine Chance. Zu den besonderen Führungsqualitäten der Brüder Strüngmann gehört ihre Bereitschaft zu fairer Auseinandersetzung um die Sache. Diskussionen werden zwar emotional geführt, manchmal wohlwollend, manchmal heftig, aber immer in aller Offenheit, mit Respekt, Höflichkeit und Fairness gegenüber jedem Gesprächspartner.“

Dr. Thomas Strüngmann sagte in seiner Dankesrede, dass sein Bruder und er diesen Preis gewissermaßen nur stellvertretend annehmen könnten. Denn im wesentlichen sei die faire Unternehmens- und Führungskultur eine Gemeinschaftsleistung und damit entscheidend auch eine Leistung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit denen zu arbeiten sie immer wieder das Glück gehabt hätten.

Dr. Thomas Strüngmann


Schlusswort: Dr. Norbert Copray dankt vor allem Herrn Helmut Graf
v.l.n.r Helmut Graf, Dr. Andreas Strüngmann, Dr. Thomas Strüngmann

Im Schlusswort dankte Dr. Norbert Copray vor allem Herrn Helmut Graf, Alleinvorstand der Verlag für die deutsche Wirtschaft AG, für das Sponsoring dieser Veranstaltung: „Seit dem Start der Fairness-Stiftung unterstützt uns der Verlag für die deutsche Wirtschaft, um unentgeltliche, dem Gemeinwohl dienliche Leistungen zu erbringen. Ohne das Sponsoring der Verlags AG für die Preisverleihung und das Fairness-Forum wäre der heutige Tag nicht möglich. Dieser Dank umfasst auch meinen ganz persönlichen Dank an Sie, Herr Graf. Dank Ihres unbeirrbaren Interesses und Ihres unbeirrbaren Engagements für die Anliegen der Fairness-Stiftung und für die Entwicklung einer professionell fundierten Fairness-Kultur ist es mir möglich, heute hier zu stehen und diese Veranstaltung zu präsentieren. Der Einsatz der Verlag für die deutsche Wirtschaft AG ist durch Sie nach innen und außen beispielgebend für die Entwicklung fairer Unternehmens- und Führungskultur. Wir wissen beide voneinander, dass wir uns wünschten, es wären noch mehr Persönlichkeiten und Unternehmen bereit, diese Arbeit finanziell zu fördern und mit zu tragen. Möge Ihr Beispiel und das des Verlages Schule machen.“

v.l.n.r. Helmut Graf, Dr. Mark Schmid-Neuhaus, Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Dr. Thomas Strüngmann, Dr. Andreas Strüngmann, Dr. Johannes Nickel, Dr. Norbert Copray

Die Verleihung des Deutschen Fairness Preises 2005 klang mit Franz Schuberts Menuett und Trio aus Trio B-Dur durch die Neue Philharmonie Frankfurt aus.