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Deutscher Fairness Preis 2012
German Fairness Award 2012

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Sarah Wiener

Unternehmerin, TV-Köchin, Autorin und Stifterin


Deutscher Fairness Preis 2012
www.pictures-and-more.de
(© Fairness-Stiftung)
Vor über 300 Gästen erhält Sarah Wiener den Deutschen Fairness Preis für ihr Engagement zu Gunsten einer ganzheitlichen Fairness. An der Spitze ihres Unternehmens, der Sarah Wiener GmbH, mit über 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sorgt sie für einen Geist und eine Praxis der umfassenden Fairness, worin sich ihr Fairness-Bewusstsein und ihr Fairness-Ethos spiegeln. In ihren Reden und in ihrem Handeln geht es ihr darum, unsere Gesellschaft durch eine nachhaltige, ökologische und rücksichtsvolle Lebensweise fairer zu gestalten. Dies bezieht sich auf die Gewinnung von Nahrungs- und Lebensmitteln, auf die Zubereitung und Aufnahme von Speisen, auf den Umgang mit Menschen und Tieren sowie auf die Schonung unserer natürlichen Ressourcen. So prägt Sarah Wiener die Führungs-, Unternehmens- und Gastkultur der Sarah Wiener GmbH bis hin zum Umgang mit Lieferanten und Dienstleistern.

1999 eröffnete Sarah Wiener ihr erstes Restaurant in Berlin-Mitte: "Das Speisezimmer". Bis heute kamen weitere biozertifizierte Restaurants in Berlin, Bremen und Stuttgart hinzu. Bereits Anfang der 90er Jahre gründete Sarah Wiener einen Catering-Service, der 2004 mit den Restaurants in der Sarah Wiener GmbH zusammengeführt wurde. Seitdem ist Sarah Wiener regelmäßig in den Medien vertreten, beispielsweise in Koch- und Talkshows sowie seit 2007 in ihrer TV-Serie: "Kulinarische Abenteuer der Sarah Wiener" auf ARTE. Zahlreiche Kochbücher zeugen von ihrer Kompetenz als Köchin und ihrer ökologischen Weitsicht.

Seit 2006 ist Sarah Wiener Schirmherrin des Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht und seit 2007 Schirmherrin der Aktion "Haushalt ohne Genfood". Ebenfalls 2007 rief sie die "Sarah Wiener Stiftung – Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen" ins Leben. Seit November 2011 ist Sarah Wiener eine der deutschen Botschafterinnen der UN-Dekade Biologische Vielfalt.

Dr. Norbert Copray, geschäftsführender Direktor der Fairness-Stiftung
www.pictures-and-more.de (© Fairness-Stiftung)
In seiner Begrüßung führt Dr. Norbert Copray, geschäftsführender Direktor der Fairness-Stiftung , aus: "Fairness ist, wie wir 2010 anlässlich unseres 10jährigen Jubiläums aus dem Mund des international renommierten und mit dem Deutschen Fairness Preis ausgezeichneten Fairness-Forscher Prof. Dr. Ernst Fehr erfahren haben, eine genuin menschliche Motivation, eine Antriebsfeder für zwischenmenschliches Verhalten und Kooperation. Allerdings – und das ist besonders wichtig - müssen dazu die Rahmenbedingungen stimmen, die faires Handeln stimulieren und unfaires Verhalten sanktionieren. Das hat sich in neueren Forschungen noch mehr als bisher bestätigt.

Eine derartige Unternehmens- und Führungskultur hat Sarah Wiener im Kontext ihrer Ideen, Aktivitäten, Talente und Ziele entwickelt. Aber eben nicht allein. Eine faire Unternehmens- und Führungskultur kann nur gedeihen, wenn jemand wie Sarah Wiener andere, gleichgesinnte Personen, Mitstreiter und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen findet und wenn gemeinsam und organisiert an einer solchen und für eine solche Unternehmens- und Führungskultur gearbeitet wird. Und wir freuen uns, dass so viele von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen heute den Weg zu uns gefunden haben, um mit uns zusammen die Verleihung des Deutschen Fairness Preises an Sarah Wiener zu feiern.

Zum ersten Mal zeichnet die Fairness-Stiftung eine Persönlichkeit aus der Gastronomie-Branche mit dem Deutschen Fairness Preis aus. Das hat damit zu tun, dass Sarah Wiener unter den Persönlichkeiten der Gastronomie- und Kochszene deutlich heraus ragt. Und warum, das wird im Verlauf unserer heutigen Verleihungsfeier und auch im späteren Internationalen Fairness-Forum sicher sehr deutlich werden. In der Gastronomie und bei der Ernährung geht es existentieller um uns selbst als wir bisweilen geneigt sind, wahrzunehmen.

Der Weg Sarah Wieners in die Koch- und Gastronomiearena ist so ungewöhnlich wie ihr heutiges Unternehmen. Sarah Wiener startet nach Such- und Wanderjahren ungelernt als Kellnerin im Lokal "Axbax" und arbeitete in der Küche des Restaurants "Exil" in Berlin, das ihr Vater, der Aktionskünstler Oswald Wiener, betrieb. Sie backt erfolgreich für die Gäste. Als eine Filmproduktion sie nach Catering am Set fragt, gründet sie ein Traking-Catering, kauft einen alten Essenswagen aus Beständen der DDR-Armee, baut einen modernen Herd ein und bedient mit ihren Speisen und Getränken Tilda Swinton, Hannelore Elsner, Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bruce Springsteen und Kate Moss. Das waren die Startphase und die Keimzelle dessen, was heute Sarah Wiener mit ihrem Unternehmen ausmacht".

Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck
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(© Fairness-Stiftung)
Anschließend erläuterte Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck, der Vorsitzende des Kuratoriums, Sinn und Ziel des Deutschen Fairness Preises, der 2012 zum zwölften Mal vergeben wird. Bevor Prof. Dr. Brodbeck die vom Kuratoriumsmitglied und Künstler Johannes Hans A. Nikel geschaffene Fairness-Bronzemedaille überreichte, verlas er die Preisurkunde. Darin heißt es u.a.: "Sarah Wiener zeigt in einer hart umkämpften und für die Menschen sehr relevanten Branche, dem Lebensmittel- und Gastronomiebereich, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und eine faire Koch-, Unternehmens- und Führungskultur offensichtlich nicht nur vereinbaren lassen, sondern im Blick auf die Zukunftsfähigkeit unserer Ernährung sogar bedingen. Der Deutsche Fairness Preis gebührt Sarah Wiener in besonderer Anerkennung ihres ambitionierten und wirkungsvollen Einsatzes für eine umfassende Fairness.".

Eva Luise Köhler
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(© Fairness-Stiftung)
In ihrer Laudatio schilderte Eva Luise Köhler von der Eva Luise und Horst Köhler-Stiftung, in einer persönlich gehaltenen und berührenden Rede, wie sehr die Grundorientierung, die innere Haltung, die Zugewandtheit von Sarah Wiener ihr ganzes Unternehmen durchdringt und bis zum Umgang mit den Gästen reicht. Dazu beschreibt sie auch ein persönliches Erlebnis damit. Vor allem hebt sie hervor, wie eigenwillig Sarah Wiener gegen den Mainstream das vertritt und realisiert, was sie für sinnvoll, richtig und zukunftsweisend erkannt hat. Eva Luise Köhler fasst das in dem Zitat zusammen: „Etwas tun, auch wenn die ganze Welt etwas anderes tut, wenn ich vom Sinn einer Sache tief überzeugt bin“, das auf Sarah Wieners Vorgehensweise und Zielvorstellung zutreffe sei. Damit sei sie auch für andere ein Leuchtturm für eine Lebens- und für eine Unternehmenskultur, für eine Gesellschaft, die immer mehr von Fairness geprägt sei – und auch sein müsse. Dazu gehöre das Engagement für ökologische Landwirtschaft, für fairen Umgang mit Menschen und Tieren, für eine andere Ausrichtung von Gastronomie und Ernährung, auch das Engagement Sarah Wieners mit der Sarah Wiener-Stiftung durch die Aktionen für gesundes Essen der Kinder und diesbezügliche Kooperationen mit Schulen, Lehrern und Eltern – bis hin zur Unterstützung der Aktion „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“, womit den Kindern das Lesen nahegebracht wird, und zur zugewandten Gastfreundschaft, die sie selbst mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem Café Sarah Wieners habe erleben dürfen. Eva Luise Köhler ist überzeugt, dass es Sarah Wiener mit ihrer Frohnatur schaffen werde, auch wenn es nicht leicht sei, weiterhin etwas zu tun, von dessen Sinn sie tief überzeugt sei, auch wenn die Welt etwas anderes tut. Und wünscht ihr dazu alles Gute und herzliche Gratulation zum Deutschen Fairness Preis.
Sarah Wiener
www.michaela-kaiser.de
(© Fairness-Stiftung)
In ihrer Dankesrede verweist Sarah Wiener vor allem auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ohne die das nicht möglich wäre, was heute durch die Verleihung des Deutschen Fairness Preises 2012 an sie gewürdigt werde. Daher gebühre der Preis dem gesamten Team, das es ihr erlaube, glaubwürdig zu repräsentieren, wovon die Rede sei: umfassende Fairness zu verwirklichen im Unternehmen, im Umgang mit Gästen, im Umgang mit Tieren und mit natürlichen Ressourcen. Dazu holt sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Bühne , von denen zwanzig eigens aus Berlin zur Preisverleihung gekommen sind und teilweise um 3.30 Uhr nachts für die Fahrt aufgestanden sind, während die anderen Kolleginnen und Kollegen an den Orten des Unternehmens den Rücken frei halten und heutige Mehrarbeit in Kauf nehmen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Sarah Wiener
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Dr. Norbert Copray
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(© Fairness-Stiftung)


Im Schlusswort dankte Dr. Norbert Copray der Preisträgerin, der Laudatorin, den Kuratoriumsmitgliedern, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Fairness-Stiftung sowie den Gästen für Ihre Teilnahme. Und er dankte dem Saxophon-Quartett Ait Omar für die musikalische Gestaltung. Besonders hob Dr. Copray das Sponsoring durch den Verlag für die Deutsche Wirtschaft und das Engagement ihres Alleinvorstands Helmut Graf für die Preisfeier hervor, wodurch die Preisfeier überhaupt erst finanziell ermöglich werden.
Preisverleihung des Deutschen Fairness Preises 2012 an Sarah Wiener
www.michaela-kaiser.de (© Fairness-Stiftung)