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Preisträger Fairness-Publizistikpreis 2001

Die zwei Preisträger wurden am 1.12.01 beim Festakt in der Aula der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main um 11 Uhr bekannt gegeben.

Rang Name Thema

1. Preis (10.000 DM)

Begründung der Jury

 

 

Milka Pavlicevic Arte-Themenabend "Mobbing - Terror am Arbeitsplatz"
Redaktion: ARTE G.E.I.E: Anne-Laure Négrin
Darin: "Gepiesackt. Entwürdigt. Kaltgestellt. Krebsgeschwür Mobbing"
Dokumentation von Milka Pavlicevic. Deutschland 2001. 65 Min. Deutsche und französische Erstausstrahlung. Ausstrahlung am 22.02.2001
2. Preis (5.000 DM) Wurde nicht vergeben Wurde nicht vergeben

3. Preis (2.500 DM)

Begründung der Jury

PD Dr. Dr. Margit Zuber Fairness für weibliche Wissenschaftler und Ärzte - Lehren vom Massachusetts Institute of Technology (MIT)
Erschienen in: Deutsche Medizinische Wochenschrift (DMW) 2001, 126. Jahrgang, Heft 3, Seite 59-62

1. Preis

Der ARTE-Themenabend und die Dokumentation über Mobbing am 22.02.01 haben viele Menschen in den Bann gezogen, haben nachdenklich gestimmt, aufgerüttelt und bei Vielen Energie freigesetzt, ihre Situation nicht in einer Opferrolle hinzunehmen, sondern für eigene und fremde Rechte und zum eigenen und fremden Schutz aktiv zu werden.
Milka Pavlicevic hat mit diesem Themenabend und ihrer Dokumentation nachhaltig zur Öffentlichkeit eines bis dahin oftmals tabuisierten Themas, der strukturellen und persönlichen Unfairness am Arbeitsplatz, verholfen. Bei Vermeidung pauschalierender Kritik wurden Unfairness bewirkende Rahmenbedingungen der Arbeitswelt, Inkompetenz und Zynismus von Führungskräften, aber auch die eigene Betroffenheit von Mitarbeitern und Führungskräften dokumentiert und durch zahlreiche Fakten und persönliche Geschichten aussagestark und glaubwürdig gemacht. Ohne reißerische Attitüde vermochte die Arbeit von Pavlicevic' die Dramatik der Situation durch das Medium Fernsehen zu vermitteln, die für Menschen, Unternehmen und Organisationen teilweise bedrohliche Ausmaße angenommen hat. Der ARTE-Themenabend wurde von aufwändigen Kontaktmöglichkeiten und Hinweisen auf Hilfestellungen für die Zuschauer begleitet, so dass bis in die Nacht hinein überdurchschnittlich viele telefonische und elektronische Kurzberatungen möglich wurden.

Natürlich kann niemand allein einen so langen und inhaltlich, dramaturgisch und filmisch so qualifizierten wie umfangreichen Fernsehabend auf die Beine stellen. Und so ehrt die Fairness-Stiftung in Frau Pavlicevic auch das gesamte Team und den Fernsehsender mit seinen Verantwortlichen selbst für diese Meisterleistung, zumal nicht unerheblicher Druck wegen der Veröffentlichung eines bis heute trotz inflationären Gebrauchs des Wortes Mobbing vorhandenen Tabus ausgeübt wurde.

Der ARTE-Fernsehabend und die Arbeit von Milka Pavlicevic sind vor allem auch in folgenden Punkten für die Fairness-Stiftung bedeutsam:

  1. Unfaire Attacken können alle treffen, unabhängig von der Hierarchiestufe, der Zugehörigkeit eines Arbeitsplatzes zu einem Konzern, Familienunternehmen, einer öffentlichen, sozialen oder kirchlichen Einrichtung, unabhängig von Alter, Geschlecht und Fachqualifikation.

    Unfaire Attacken, ob in der Form des Mobbing, des einmaligen traumatisierenden Dolchstoßes, der öffentlichen Bloßstellung oder der zermürbenden Verfolgung, enthalten das hohe Risiko des sozialen, psychischen und ökonomischen Ruins. Das gilt für die einzelnen Mitarbeiter ebenso wie für die von unfairen Attacken befallenen Organisationen. Das Ausmaß der gesundheitlichen und ökonomischen Schäden für Einzelne und Unternehmen ist größer als Führungskräften und Öffentlichkeit bewusst ist und in kompetentes Führungshandeln umgesetzt wird.

  2. Für Fairness ist es nie zu spät. So wie durch verantwortliches Führungshandeln in Firmen und Organisationen Schritte zu einer faireren inneren Kultur und damit zu mehr Fairness in der gesamten Gesellschaft geleistet werden können, so können auch Einzelne durch Inanspruchnahme von Beratung, Recht, Therapie und Fortbildung und durch couragiertes Auftreten unfairen Praktiken und Strukturen Einhalt gebieten, zu ihrer Überwindung beitragen und für sich selbst sorgen, um im Rahmen fairerer Beziehungen und Bedingungen zu arbeiten und zu leben.

Der 1. Fairness-Publizistikpreis an Frau Milka Pavlicevic für den aus der Publizistik und Fernsehlandschaft herausragenden ARTE-Themenabend über Psychoterror am Arbeitsplatz.

Für die Jury der Fairness-Stiftung:

Helmut Graf
Dr. Norbert Copray M.A.

Frankfurt am Main, den 1. Dezember 2001


3.Preis

Der Beitrag greift den Ansatz und das Vorgehen der weiblichen Fakultätsmitglieder am Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf, um die strukturelle Unfairness gegenüber Fachfrauen in Wissenschaft und Technologie aufzudecken und zu überwinden. PD Dr. Dr. Margit Zuber verschafft zunächst durch die Veröffentlichung dieses Vorgangs in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift vor allem Frauen in der Medizin Zugang zu Problemanalysen und Problemüberwindungen, die mit Unfairness in Form struktureller Geschlechtsdiskriminierung in Wissenschaft und Medizin zu tun haben. Darüber hinaus konfrontiert Zuber Beispiel gebend mit den Fakten hier zu Lande und gibt prägnante Hinweise auf die Ursachen fortgesetzter, gedankenloser Geschlechtsdiskriminierung sowie Ansätze zu ihrer Überwindung."

Für die Jury der Fairness-Stiftung:

Dr. med. Dieter Kallinke
Dr. Norbert Copray M.A.

Frankfurt am Main, den 1.12.2001

 

Wissenschafts- und Publizistikpreis 2001
Wissenschafts- und Publizistikpreis 2001
Fairness-Publizistikpreis: Nominierte
Fairness-Wissenschaftspreis: Nominierte
Fairness-Publizistikpreis: Preisträger
Fairness-Wissenschaftspreis: Preisträger
Wissenschaftspreis 2003
Fairness-Wissenschaftspreis 2003