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Buchtipps

Peter Dyckhoff
Atme auf
77 Übungen zur Leib- und Seelsorge. Don Bosco. 192 Seiten.

Viele vergessen inmitten der Arbeit, der Freizeit, inmitten von Zeitstress und Aufgabenfülle das Atmen, das bewusste Atmen. Das Atmen wird zu einem völlig nebensächlichen Prozess, was zum flachen Atmen ausschließlich mit dem Brustkorb führt, der sich nur spärlich hebt und senkt. Das flache Atmen mag günstig sein, wenn die Umgebung keine gute Atemluft bereit stellt. Aber wenn der Flachatem zur Dauergewohnheit wird, gehen Spannkraft und Entspannungsfähigkeit des Körpers verloren, sackt der Mensch in sich zusammen, wird von Stress und Attacken leichter überrollt. Der Tiefatem, der frische Luft zu schöpfen und auszuschöpfen weiß, entspannt, macht lebendig, bewirkt Gelassenheit und aufrechten Ganz. Er wird mit dem Bauch geatmet und dem sogenannten Sonnengeflecht. Wer nervös, wütend oder mutlos ist und sich wenigstens drei Züge tiefer, langsamer Bauchatmung gönnt, wird eine deutliche Veränderung spüren. Danach fühlt sich vieles, auch der Mensch selbst, viel leichter und beruhigter an. Tiefatem erdet. Bewusst atmen intensiviert unser Leben und macht uns achtsam auf das Unsichtbare und Förderliche. Diese Zusammenhänge muss man nicht wissen, wenn man sich das neue Buch "Atme auf" von Peter Dyckhoff greift. Der für eine moderne und alltagsverträgliche Spiritualität engagierte Meister der Mediation hat vor allem um das Atmen 77 einfache, ganzheitliche Übungen herum gebaut, die in verblüffender Weise zu mehr physischer und psychischer Lebensqualität beitragen können. Die Übungen sind so leicht, so einfach strukturiert, dass sie von jedem Menschen täglich ohne großen Zeitaufwand durchgeführt werden können. Doch das wahre Geheimnis dieser Übungen sind ihre Wirkungen. Von den positiven Auswirkungen auf den Körper und die Seele war schon die Rede. Aber sie biete noch mehr als Leibkultur und Psychohygiene. Die Übungen öffnen und klären den Geist. Sie bewirken, ohne dass das eigens Thema ist, spirituelle Erfahrungen des eigenen Selbst und der Umgebung. Dies muss nicht mit religiösen und theologischen Theorien befrachtet werden. Sicherlich bieten die Übungen keinen automatischen Weg zu spirituellen Erfahrungen an, sondern sie dienen dazu, dass der Mensch Blockaden und Verschlüsse abschüttelt und sich für die Erfahrung der spirituellen Seite des Lebens öffnet. Konsequent praktiziert bewirken sie eine Veränderung der Wahrnehmung, eine Durchlässigkeit des ganzen Menschen für die Energie, die allen Formen innewohnt. Dyckhoff hat die Übungen in 7 Gruppen eingeteilt: "Finde Zugang zu dir selbst", "Bewahre deine Gesundheit", "Intensiviere deine Wahrnehmung", "Stärke deine Persönlichkeit", "Vertiefe deine Spiritualität", "Fördere dein Leistungsvermögen", "Verbessere deine Beziehung zu anderen". Auf der linken Seite einer Doppelseite findet sich die Übungsbeschreibung, auf der rechten Seite wird jeweils die Wirkung erläutert und der religiöse Bezug durch Zitate entsprechender Bibelstellen verdeutlicht. Peter Dyckhoff, der erst Psychologe und Kaufmann war, ehe er Priester und Meditationsleiter wurde, tritt seit Jahren für das Ruhegebet und eine neue Form des Betens ein. Das Beten wurde vielen durch seine Zwanghaftigkeit, Ritualisierung und Geschwätzigkeit verleidet. Dyckhoff hat frühe Traditionen des Christentums aufgegriffen und in moderne Formen transformiert, die auch für moderne Menschen praktikabel und annehmbar sind. So können die 77 Übungen zur Leib- und Seelsorge auch als Gebetsvorschläge verstanden werden, denn Beten ist nicht notwendig sprechen. Mit einer bestimmten Haltung bereits kann das Beten beginnen. Einfach beten mit Übungen wie "Finde dein Gleichgewicht", "Wirf ab, was dich krank macht", "Stehe zu dir", "Behaupte dich", Richte dich auf", Lass Dampf ab" und Atme Dich frei". Doch wer dazu Mut braucht, um damit anzufangen, der wähle zuerst die Übung "Hab Mut wie ein Löwe" - und eine neue Saite des Leben beginnt zu klingen.

Dr. Norbert Copray