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Blog nach Monat: März 2009

05.03.2009 10:10
Faire Unternehmen stärken Stresskompetenz
Eine gute Verbindung zwischen Firma und Arbeitnehmern ist bares Geld wert. Für beide Seiten. Denn wenn sich Arbeitnehmer mit ihrer Firma auch emotional verbunden fühlen, nimmt die Lebensqualität messbar zu. Hohe Belastungen werden dann als weniger stressig erlebt. Die Gesundheit wird weniger in Mitleidenschaft gezogen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Professoren Dr. Klaus-Helmut Schmidt (Dortmund) und Dr. Jürgen Wegge (Dresden) bei Verwaltungsangestellten, Call-Center Agenten und Altenpflegekräften.

Was trägt zu einer guten emotionalen Verbindung zwischen einem Unternehmen und Beschäftigten bei, die stressige Situationen besser bestehen lässt? Die Untersuchung nennt:
• größere Autonomie für den Einzelnen
• damit verbunden größere Handlungsspielräume
• ganzheitliche, weniger fragmentierte Tätigkeiten
• soziale Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte
• Loyalität und Rückendeckung aus der Unternehmensführung
• faire Bezahlung.

Führungskräfte bzw. Unternehmen können also von sich aus eine ganze Menge dazu beitragen, die emotionale Beziehung zwischen der Firma und den Beschäftigten zu stärken und damit die Stresskompetenz der Mitarbeiter deutlich erhöhen. Im Umkehrschluss: Sie können auch entscheidend dazu beitragen, kaum oder gar keine positive Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen entstehen zu lassen und dadurch Beschäftigte krank zu machen und zu verschleißen sowie die Firma zu schwächen. Nur eine bewusste Entscheidung für eine faire und unterstützende Unternehmenskultur, die systematisch und professionell umgesetzt wird, stärkt die Mitarbeiterschaft und damit die Firma.

Die Studie: Elke Rohmann, Michael Jürgen Herner, Detlef Fetchenhauer (Hg.): Sozialpsychologische Beiträge zur Positiven Psychologie. Pabst, Lengerich/Berlin 2009. 380 Seiten.

03.03.2009 21:26
SPD: Fairness in der Gesellschaft
Nicht nur der durchschnittliche Steuerzahler soll für die Kosten der Finanzmarktkrise geradestehen müssen, erklärt die SPD. Mit eigenen Vorschlägen zu einer Börsenumsatzsteuer und einer Abgabe Steuer von Unternehmen, die in Steueroasen Geschäfte machen, haben Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier einen Beitrag „zur Fairness in der Gesellschaft“ leisten wollen. Die Börsenumsatzsteuer, die in Deutschland 1991 abgeschafft worden war, wird auf den Umsatz beim Handel von Wertpapieren erhoben. Die SPD will wie in Großbritannien künftig 0,5 Prozent verlangen. Zu den SPD-Vorschlägen gehören auch eine strenge Regulierung von Hedge-Fonds und Private-Equity-Gesellschaften, neue Bilanzierungsregeln für Finanzinstitute, das Verbot von Leerverkäufen und neue Regeln für Managergehälter.

Die CDU/CSU zeigte sich angesichts der Vorschläge verärgert und argumentierte inhaltlich. Allerdings dürfte der Ärger eher daher rühren, dass die SPD mit dem Motto „ein Beitrag zur Fairness in der Gesellschaft“ den entscheidenden Punkt in der künftigen Auseinandersetzung getroffen hat, wie die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in der Gesellschaft fair verteilt werden. Hier haben FDP und CDU/CSU bislang nichts anzubieten, doch der Wahlkampf wird sicher darüber entscheiden, wer das überzeugendere Konzept für mehr Fairness in der Gesellschaft anzubieten hat. Die kommenden Monate mit Rezession, erhöhter Arbeitslosigkeit und eventuell gelinden Folgen für Manager und Gutverdiener werden den Druck auf alle Parteien erhöhen, zur Fairness in der Gesellschaft klar Position zu beziehen und Praxisvorschläge zu machen, über die bei der Europa- und der Bundestagswahl abgestimmt wird.


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