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Blog nach Monat: Juni 2018

21.06.2018 18:10
Deutsche Supermärkte: katastrophale Unfairness
Das hat die Internationale Organisation OXFAM festgestellt: "Überall dort, wo Menschen Lebensmittel für Supermärkte in Deutschland und anderen Ländern produzieren, sind Leid und Ausbeutung an der Tagesordnung. Das zeigt der neue Oxfam-Bericht „Die Zeit ist reif“. Der Bericht enthält neben vielen Fallbeispielen einen Supermarkt-Check, in dem die deutschen Supermarktketten miserabel abschneiden.
Weltweit nimmt die Ungleichheit in der Wirtschaft drastische Ausmaße an – auch im Landwirtschafts- und Nahrungsmittelsektor: Supermarktketten dominieren die Märkte. Sie diktieren Lieferanten die Preise und streichen riesige Gewinne ein. Oftmals reichen die Löhne und Einkommen der Arbeiter/innen, Kleinbäuerinnen und Kleinbauern nicht einmal aus, um ihr Existenzminimum zu decken – also das, was sie für Essen, ein Dach über dem Kopf, Arztbesuche und nötige Rücklagen brauchen. Hinzu kommen Gewalt, Diskriminierung, Pestizideinsatz und Zwangsarbeit.

Aufdeckung von Missständen in Supermarkt-Lieferketten

Oxfams neuer Bericht „Die Zeit ist reif“ hat zahlreiche Beispiele für Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen in den Lieferketten der Supermärkte aufgedeckt.

Der Bericht zeigt jedoch auch, dass Ungleichheit und Ausbeutung im Lebensmittelsektor gestoppt werden können. Vor allem Supermärkte müssen handeln. Sie sollten ihre starke Marktposition dazu nutzen, um den Missständen ein Ende zu setzen. Stattdessen wälzen Supermärkte Kosten auf ihre Lieferanten ab und drücken die Preise. So machen sie eine sozial gerechte und nachhaltige Lebensmittelproduktion nahezu unmöglich.

Deutsche Supermärkte schneiden miserabel ab

Im Oxfam Supermarkt-Check haben wir einige der größten und am schnellsten wachsenden Supermarktketten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und den USA miteinander verglichen. Unsere Bewertungskriterien:
•Transparenz und Rechenschaftspflicht
•Schutz der Rechte von Arbeiter/innen
•Umgang mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
•Schutz vor Gewalt gegen und Ausbeutung von Frauen

Die Untersuchung zeichnet ein klares Bild: Die „big four“ der deutschen Ketten (Aldi, Edeka, Lidl und Rewe) schneiden im Vergleich zu anderen Supermärkten mit am schlechtesten ab. Während Supermärkte aus Großbritannien und den USA teilweise zweistellige Prozentzahlen erreichten, wurden die deutschen Supermärkte in jeder Kategorie mit null bis acht Prozent der Gesamtpunktzahl bewertet. Bei speziellen Schutzmaßnahmen für Frauen konnte keine der deutschen Ketten Punkte erzielen, beim Schutz von Arbeiter/innen lag die höchste Bewertung bei zwei Prozent.

Die aufgedeckten Missstände und das schockierende Ergebnis des Supermarkt-Checks zeigen, dass Supermärkte ihre Geschäftspolitik grundlegend ändern müssen. Denn eins steht fest: Wirtschaftliche Ausbeutung, Armut und menschliches Leid dürfen keine Zutaten unserer Lebensmittel in Supermarktregalen sein. Die Menschen, die das Essen produzieren, das in unseren Einkaufstüten landet, müssen fair bezahlt, ihre Gesundheit geschützt und ihre Rechte geachtet werden. Deshalb müssen wir Druck machen! Helfen Sie uns, Supermärkte zum Handeln zu bewegen und unterstützen Sie unsere Mitmach-Aktion!"

Zum Ausgangstext
"Die Oxfam-Meldung mit grafischer Übersicht"

Zum Bericht
"Deutsche Zusammenfassung zum Report - 28 Seiten"

Zur Aktion
"Fairness eintüten - Jetzt mitmachen: Supermärkte bewegen – Menschenrechte schützen

Zum Fairness-Check
"Zu Edeka, Rewe, Lidl und Aldi"

06.06.2018 12:40
Für Azubis kaum Fairness?
Auch wenn 99 Prozent der Auszubildenden Fairness und Gerechtigkeit im Betrieb für sehr wichtig halten: nicht mal jeder zweite von ihnen sieht das realisiert. Die Gründe dafür: ein schlechtes Arbeitsklima oder zu viel Stress.

"Nur jeder vierte Auszubildende in Deutschland findet, dass es in seinem Betrieb eindeutig fair und gerecht zugeht. Dabei halten mit 99 Prozent fast alle Befragten Fairness und Gerechtigkeit im Betrieb für sehr wichtig, wie aus einer Umfrage im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hervorgeht. Ein Viertel der Befragten vermisst die Werte Fairness und Gerechtigkeit in seinen Betrieben gänzlich. Nur 47 Prozent sehen faire Arbeitsbedingungen umgesetzt. Gründe dafür sind in den Augen der Befragten oft ein schlechtes Arbeitsklima, ungerechte Bezahlung, Stress oder fehlende Führungsqualitäten der Vorgesetzten.

Dabei erwarten 91 Prozent eine Gleichbehandlung bei der Arbeit. "Damit stimmen Azubis zentralen gewerkschaftlichen Werten in hohem Maße zu", sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. Viele sind mit ihrer Ausbildungssituation im Großen und Ganzen zufrieden. 87 Prozent der Azubis in Betrieben mit Tarifbindung sind sehr zufrieden, dagegen in Betrieben ohne Tarifbindung nur 72 Prozent. Mit einem Tarifvertrag verbinden 60 Prozent der Befragten bessere Arbeitsbedingungen.

Nach Ansicht der Auszubildenden sollen sich Gewerkschaften vor allem für eine bessere Ausbildungsvergütung (50 Prozent) einsetzen, ebenso für bessere Arbeitsbedingungen (25 Prozent), für gute Arbeitszeitregelungen (16 Prozent) oder etwa für eine persönliche Unterstützung bei Problemen in der Ausbildung (5 Prozent). "Das ist ein klarer Auftrag für uns als Gewerkschaft, zusammen mit den jungen Beschäftigten an diesen Themen zu arbei-ten und Azubis als Gewerkschaftsmitglieder zu gewinnen", so Bsirske."

"ntv zu Fairness für Azubis"

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